Mein Pochendes Leben

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„Schaut mein Vater mich an, sieht er sich als Achtzigjährigen. Schaue ich ihn an, sehe ich mich als Zweiunddreißigjährigen,

ein Alter, das ich nie erreichen werde.

Die Zukunft, die nicht sein wird, und die Vergangenheit, die niemals war,

blicken einander an und fragen sich:

Ist sechzehn das richtige Alter, um Eltern eines Kindes zu werden?

Ist zweiunddreißig das richtige Alter, um dieses Kind zu verlieren.

(…)

Dies ist die Geschichte von sehr jungen Eltern und ihrem sehr alten Kind.“

Sex und Lügen – Gespräche mit Frauen aus der islamischen Welt

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Wenn das Streben nach sexueller Freiheit auf Doppelmoral trifft

August 2016, Casablanca: der verheiratete siebenfache Familienvater Omar Benhamad und die verwitwete sechsfache Mutter Fatima Najjar werden von einer Polizeistreife in einem am Strand geparkten Auto in flagranti beim Ehebruch erwischt. Und das in einem Land, in dem „jede verheiratete Person, die des Ehebruchs überführt wird“ zwei Jahre Gefängnis riskiert. Das wirklich Delikate daran: der Professor für religiöse Studien und die Predigerin gelten als religiöse und moralische Instanzen in Marokko. Beide vertreten ultrakonservative Auffassungen – so erklärte Benhamad den Austausch von Liebesbekundungen auf Facebook zur Sünde, Najjar setzte schon das Lächeln einer Frau auf offener Straße mit „dem Geschlechtsakt“ gleich.

Lettres à Yves

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„Lettres à Yves“ von Pierre Bergé

„Comme le matin de Paris était jeune et beau la fois où nous nous sommes rencontrés ! Tu menais ton premier combat. Ce jour-là, tu as rencontré la gloire et, depuis, elle et toi ne vous êtes plus quittés. Comment aurais-je pu imaginer que cinquante années plus tard nous serions là, face à face, et que je m’adresserais à toi pour un dernier adieu ?“

Die polyglotten Liebhaber

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„Die polyglotten Liebhaber“ von Lina Wolff

„Merkt man, dass etwas faul ist, muss man seine Hand auf der Stelle zurückziehen, sonst steckt man sich an und fault ebenfalls, und dann ist alles gelaufen. Aber ich blieb.“

So enden wir

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„So enden wir“ von Daniel Galera

„Dieser plötzliche Drang, die Zerstörung der Welt voranzutreiben, hatte mit dem Gestank von Menschenscheiße auf dem Gehwegen zu tun, mit den Dämpfen, die von den Müllcontainern aufstiegen, dem Streik der Busfahrer und der allgemeinen Verzweiflung über die Hitzewelle, die Porto Alegre gegen Ende jenes Januars überrollte…“

Asymmetry

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„Asymmetry“ von Lisa Halliday

„Are you game?“

She looked at him.

He looked at her.

Alice laughed.

„Are you game?“ he repeated.

Turning back to her cone: „Well, no reason not to be, I guess.“

Das Birnenfeld

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Diese Bücher, die man in den Händen hält, eigentlich nur mal kurz reinlesen will und dann nicht mehr weglegen kann. Sind das nicht die besten? Zu diesen Büchern gehört für mich „Das Birnenfeld“ von Ekvtimishvili, deren Erzählweise mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Und deren Heldin Lela mir sofort ans Herz gewachsen ist.

Die Gesichter

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„Die Gesichter“ von Tom Rachman

„In jungen Jahren fand Pinch, menschliche Beziehungen seien ein Behelf für jene, die keine Kunst schaffen können. Heute sieht er in der Kunst einen Behelf für jene, die zu Beziehungen unfähig sind.“

Ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen Vater und Sohn, zwischen Künstler und Familie steht im Mittelpunkt des neuen Romans von Tom Rachman.

Farben der Nacht

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„Er steht und schaut. Hinunter auf ihn. Steht reglos, ebenso reglos, wie der daliegt, auf den er hinunterschaut.“ – „Also, soll er nur stehen und schauen.“ Mit diesen Sätzen beginnt und endet der Roman von Davit Gabunia. Zwischen ihnen eine fein gewobene Geschichte über die Suche nach dem Lebensglück. Eine Geschichte voller Zwischentöne, die so viel mehr erzählt, als es auf den ersten Blick scheint.

Beale Street Blues

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Beale Street Blues von James Baldwin

„You’ll see pretty browns in beautiful gowns,
You’ll see tailor-mades and hand-me-downs,
you’ll meet honest men, and pick-pockets skilled,
you’ll find that business never ceases till somebody get’s killed.
If Beale Street could talk…“

„Die Beale Street ist unser Erbe. Dieser Roman handelt von der Unmöglichkeit und von der Möglichkeit, von der absoluten Notwendigkeit, diesem Erbe Ausdruck zu geben.“ (Vorbemerkung James Baldwin)