Nun ward der Winter unseres Missvergnügens…

Amerikanische Literatur, Gesellschaftsroman, Klassiker

Eine Kleinstadt auf Long Island zu Zeiten Eisenhowers. Dank des anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs entwickelt sich im Schatten des Kalten Krieges der Kapitalismus, die Blüten der Wohlstandsgesellschaft sollen die Traumata der vergangenen Weltkriege vertreiben, das Streben nach Reichtum und Macht wird zur höchsten Tugend deklariert, der moralische und kulturelle Untergang in Kauf genommen.

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Hey ho, let’s go!

Bücher 2018, Biographie, Musik, Neues vom Büchermarkt, Punks not dead!, Sachbuch

„Nach kurzer Beratung (…) einigen sich Colvin und Erdélyi auf einen Namen, den sich Colvin als neues Alias verpasst hatte: Ramone – in Anlehnung an Beatles-Bassist Paul McCartney, der sich für die einwöchige Schottland-Tour seiner Band The Silver Beetles im Mai 1960 ein französisch anmutendes Pseudonym zulegte und sich fortan Paul Ramon nannte, weil das so schön „exotisch und nach Showbiz“ klang. So wird Doug Colvin zu Dee Dee Ramone, aus John Cummings wird Johnny Ramone, und aus Jeff Hyman aka Jeff Starship wird Schlagzeuger Joey Ramone – drei blutsunverwandte „Brüder“, so wie die Walker Brothers.“

Mein Pochendes Leben

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„Schaut mein Vater mich an, sieht er sich als Achtzigjährigen. Schaue ich ihn an, sehe ich mich als Zweiunddreißigjährigen,

ein Alter, das ich nie erreichen werde.

Die Zukunft, die nicht sein wird, und die Vergangenheit, die niemals war,

blicken einander an und fragen sich:

Ist sechzehn das richtige Alter, um Eltern eines Kindes zu werden?

Ist zweiunddreißig das richtige Alter, um dieses Kind zu verlieren.

(…)

Dies ist die Geschichte von sehr jungen Eltern und ihrem sehr alten Kind.“

Weggehen um anzukommen

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„Das Leuchten in mir“ von Grégoire Delacourt

„Ich glaube, dass man wegen einer kleinen inneren Leere in die Liebe stolpert. Wegen eines kaum wahrnehmbaren Freiraums. Eines nie befriedigten Hungers.“

Darling, oh Darling

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„Mein Ein und Alles“ von Gabriel Tallent

„Ihr Hals ist gegen das Kissen gedrückt, mit papiernen, nassen Blättern gefüllt, als wäre sie eine kalte Sickerstelle im Herbst und das winterliche Wasser würde durch sie beide hindurchsickern, nach Pfeffer und Kiefernnadeln schmecken, Eichenblätter und der grüne Geschmack von Wiesengras. Er hält ihren Körper für etwas, das er versteht, und hinterhältigerweise ist er das auch.“

Sex und Lügen – Gespräche mit Frauen aus der islamischen Welt

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Wenn das Streben nach sexueller Freiheit auf Doppelmoral trifft

August 2016, Casablanca: der verheiratete siebenfache Familienvater Omar Benhamad und die verwitwete sechsfache Mutter Fatima Najjar werden von einer Polizeistreife in einem am Strand geparkten Auto in flagranti beim Ehebruch erwischt. Und das in einem Land, in dem „jede verheiratete Person, die des Ehebruchs überführt wird“ zwei Jahre Gefängnis riskiert. Das wirklich Delikate daran: der Professor für religiöse Studien und die Predigerin gelten als religiöse und moralische Instanzen in Marokko. Beide vertreten ultrakonservative Auffassungen – so erklärte Benhamad den Austausch von Liebesbekundungen auf Facebook zur Sünde, Najjar setzte schon das Lächeln einer Frau auf offener Straße mit „dem Geschlechtsakt“ gleich.

Warten auf Schnee

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„Warten auf Schnee“ von Karoline Menge

„Meine Mutter ging an einem Nachmittag im Januar.“

Zurück bleiben Pauli und Karine. In einem Haus, das am Rande eines Dorfs liegt in einer Welt, die hinter dem Hügel endet, und einer Zeit, die schwebt zwischen Sein und Nichtsein. Zwischen Erinnerungen und Phantasie, Freude und Angst. Realität und Wahn.

Besser

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„Besser“ von Doris Knecht

„Ich werde nicht kommen heute, ich weiß es jetzt schon. Zu nervös. Zu nüchtern. Zu viele Sachen im Kopf. (…) Er fickt mich,drückt mit seinen Händen meine Handgelenke auf die Matratze, sein langer, knochiger Körper bewegt sich auf mir, er stöhnt laut und ich mache die vorgesehen Geräusche, während ich an die fertigen Vorspeise im Kühlschrankdenke, an die gestern bereits zubereitete Entenleber-Pâté, an die Ziegenkäse-Tartes.“

Idaho

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„Idaho“ von Emily Ruskovich

„Wie könnte ein solcher Riss jemals heilen; ein Riss, der sich durch die Zeit, die Erde und durch Herzen zieht und an jenem Augusttag entstand, als alles aus den Fugen ging und in Stücke brach, binnen Sekunden unwiederbringlich verloren?“

Lettres à Yves

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„Lettres à Yves“ von Pierre Bergé

„Comme le matin de Paris était jeune et beau la fois où nous nous sommes rencontrés ! Tu menais ton premier combat. Ce jour-là, tu as rencontré la gloire et, depuis, elle et toi ne vous êtes plus quittés. Comment aurais-je pu imaginer que cinquante années plus tard nous serions là, face à face, et que je m’adresserais à toi pour un dernier adieu ?“