Wer küsst hier wen?

Bücher 2019, Deutschsprachige Literatur, Gesellschaftsroman, Lovestory, Unabhängige Verlage

„Komisch, dachte er, sie wirkte reizend, wie aus der Zeit gefallen, es hätte ihn nicht gewundert, wenn sie sich in einem alten Musicalfilm wiedergefunden hätten, irgendwo in Paris oder London, und er hätte sich in einen Maler verwandelt und sie sich in eine Ballerina. Ich bin nicht krank, überfiel es ihn jäh, ich bin verliebt.“ (Yann)

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Never trust the devil

Debütroman, Deutschsprachige Literatur, Gesellschaftsroman, Punks not dead!, Unabhängige Verlage

„Remember you never trust the Devil,

stay clear of Lucifer’s hand.

Don’t let them wander in the meadow,

or you’ll wind up in the frying pan.“

(T. Waits)

GRENZGANG

Aus meinem Bücherregal, Debütroman, Deutscher Buchpreis, Deutschsprachige Literatur, Familiengeschichte, Gesellschaftsroman, Lieblingsbücher

Alle 7 Jahre steht das hessische Bergenstadt kopf: Man feiert Grenzgang, das historische dreitägige Heimatfest, während dessen in einer mehrtägigen Wanderung durch den Stadtwald der Verlauf der Gemeindegrenze abgeschritten wird. Verbunden ist das ganze mit einem großen Volksfest, allabendlich werden dabei im Festzelttrubel zwischenmenschliche Grenzen ausgetestet, verschoben und überschritten.

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Aus aller Welt, Aus meinem Bücherregal, Bücher 2019, Gesellschaftsroman, Krimi & Thriller, Lieblingsbücher

Hätte mir jemand empfohlen, ein 760 Seiten dicken (!) Kriminalroman (!!) über interne Machenschaften des japanischen Polizeiapparats (!!!) zu lesen, hätte ich vermutlich höflich genickt und zu einem anderen Buch gegriffen. Zugegeben, es war ein Coverkauf. Einer der beste, die ich tätigen konnte!

Alkohol und eine tote, gefrorene Maus im Handschuhfach

Amerikanische Literatur, Aus meinem Bücherregal, Bücher 2019, Frauenliteratur, Lieblingsbücher, Psychothriller, Punks not dead!, Unabhängige Verlage

… zwei feste Bestandteile im Leben Eileens. Und viel rosiger ist der Rest auch nicht. Unsichtbar, voller Selbsthass, den Kopf angefüllt mit unterdrückten Aggressionen und abstrusen erotischen Phantasien – so beschreibt die inzwischen 70-jährige Protagonistin Eileen rückblickend ihr 24-jähriges Ich. Trostlos ist das Leben 1964 in der amerikanische Kleinstadt an der Ostküste, im Roman schlicht X-Ville genannt, trostlos ist Eileens Leben, deren gleichförmigen Tage sinnlos dahinsiechen zwischen dem örtlichen Jugendgefängnis, wo sie als Sekretärin arbeitet, und einem zugemüllten Einfamilienhaus, in dem sie mit ihrem Vater, einem pensionierter Cop und paranoidem Alkoholiker, haust.

Mit Leben gefüllte Leerstellen

Aus meinem Bücherregal, Bücher 2018, Deutschsprachige Literatur, Erfahrungsbericht, Erzählband, Frauenliteratur, Historischer Roman, Im Gespräch, Lieblingsbücher, Neues vom Büchermarkt

„Wie alle Bücher ist auch das vorliegende Buch von dem Begehren angetrieben, etwas überleben zu lassen, Vergangenes zu vergegenwärtigen, Vergessenes zu beschwören, Verstummtes zu Wort kommen zu lassen und Versäumtes zu betrauern. Nichts kann im Schreiben zurückgeholt, aber alles erfahrbar werden. So handelt dieser Band gleichermaßen vom Suchen wie vom Finden, vom Verlieren wie vom Gewinnen und lässt erahnen, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt.“

Brennender Whiskey fürs Herz

Amerikanische Literatur, Aus meinem Bücherregal, Debütroman, Frauenliteratur, Historischer Roman, Lieblingsbücher, Unabhängige Verlage

Ein Segelschiff im Hafen Sansibars, Ostafrika, 1851: Der abgewrackte Trinker McGlue wird stockbesoffen an Bord geschleppt, unter Deck gebracht und in eine finstere Koje gesperrt. „Tief unten im Bauch des schwankenden Schiffs treibe ich irgendwohin.“

Nun ward der Winter unseres Missvergnügens…

Amerikanische Literatur, Gesellschaftsroman, Klassiker

Eine Kleinstadt auf Long Island zu Zeiten Eisenhowers. Dank des anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs entwickelt sich im Schatten des Kalten Krieges der Kapitalismus, die Blüten der Wohlstandsgesellschaft sollen die Traumata der vergangenen Weltkriege vertreiben, das Streben nach Reichtum und Macht wird zur höchsten Tugend deklariert, der moralische und kulturelle Untergang in Kauf genommen.

Mein Pochendes Leben

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„Schaut mein Vater mich an, sieht er sich als Achtzigjährigen. Schaue ich ihn an, sehe ich mich als Zweiunddreißigjährigen,

ein Alter, das ich nie erreichen werde.

Die Zukunft, die nicht sein wird, und die Vergangenheit, die niemals war,

blicken einander an und fragen sich:

Ist sechzehn das richtige Alter, um Eltern eines Kindes zu werden?

Ist zweiunddreißig das richtige Alter, um dieses Kind zu verlieren.

(…)

Dies ist die Geschichte von sehr jungen Eltern und ihrem sehr alten Kind.“

Weggehen um anzukommen

Bücher 2018, Französische Literatur, Lieblingsbücher, Lovestory, Neues vom Büchermarkt

„Das Leuchten in mir“ von Grégoire Delacourt

„Ich glaube, dass man wegen einer kleinen inneren Leere in die Liebe stolpert. Wegen eines kaum wahrnehmbaren Freiraums. Eines nie befriedigten Hungers.“