Mit Leben gefüllte Leerstellen

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„Wie alle Bücher ist auch das vorliegende Buch von dem Begehren angetrieben, etwas überleben zu lassen, Vergangenes zu vergegenwärtigen, Vergessenes zu beschwören, Verstummtes zu Wort kommen zu lassen und Versäumtes zu betrauern. Nichts kann im Schreiben zurückgeholt, aber alles erfahrbar werden. So handelt dieser Band gleichermaßen vom Suchen wie vom Finden, vom Verlieren wie vom Gewinnen und lässt erahnen, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt.“

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Weggehen um anzukommen

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„Das Leuchten in mir“ von Grégoire Delacourt

„Ich glaube, dass man wegen einer kleinen inneren Leere in die Liebe stolpert. Wegen eines kaum wahrnehmbaren Freiraums. Eines nie befriedigten Hungers.“

Darling, oh Darling

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„Mein Ein und Alles“ von Gabriel Tallent

„Ihr Hals ist gegen das Kissen gedrückt, mit papiernen, nassen Blättern gefüllt, als wäre sie eine kalte Sickerstelle im Herbst und das winterliche Wasser würde durch sie beide hindurchsickern, nach Pfeffer und Kiefernnadeln schmecken, Eichenblätter und der grüne Geschmack von Wiesengras. Er hält ihren Körper für etwas, das er versteht, und hinterhältigerweise ist er das auch.“

Warten auf Schnee

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„Warten auf Schnee“ von Karoline Menge

„Meine Mutter ging an einem Nachmittag im Januar.“

Zurück bleiben Pauli und Karine. In einem Haus, das am Rande eines Dorfs liegt in einer Welt, die hinter dem Hügel endet, und einer Zeit, die schwebt zwischen Sein und Nichtsein. Zwischen Erinnerungen und Phantasie, Freude und Angst. Realität und Wahn.

Idaho

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„Idaho“ von Emily Ruskovich

„Wie könnte ein solcher Riss jemals heilen; ein Riss, der sich durch die Zeit, die Erde und durch Herzen zieht und an jenem Augusttag entstand, als alles aus den Fugen ging und in Stücke brach, binnen Sekunden unwiederbringlich verloren?“

Die polyglotten Liebhaber

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„Die polyglotten Liebhaber“ von Lina Wolff

„Merkt man, dass etwas faul ist, muss man seine Hand auf der Stelle zurückziehen, sonst steckt man sich an und fault ebenfalls, und dann ist alles gelaufen. Aber ich blieb.“

Das Birnenfeld

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Diese Bücher, die man in den Händen hält, eigentlich nur mal kurz reinlesen will und dann nicht mehr weglegen kann. Sind das nicht die besten? Zu diesen Büchern gehört für mich „Das Birnenfeld“ von Ekvtimishvili, deren Erzählweise mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Und deren Heldin Lela mir sofort ans Herz gewachsen ist.

Die Gesichter

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„Die Gesichter“ von Tom Rachman

„In jungen Jahren fand Pinch, menschliche Beziehungen seien ein Behelf für jene, die keine Kunst schaffen können. Heute sieht er in der Kunst einen Behelf für jene, die zu Beziehungen unfähig sind.“

Ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen Vater und Sohn, zwischen Künstler und Familie steht im Mittelpunkt des neuen Romans von Tom Rachman.

Das Weiße Schloss

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„Das Weiße Schloss“ von Christian Dittloff

Ada und Yves wollen ein Kind. Und sie wollen sich in ihrer beruflichen und persönlichen Freiheit nicht einschränken lassen. Auch oder erst recht nicht durch ein Kind. Sie entscheiden sich daher am Prestigeprojekt des Weißen Schlosses teilzunehmen. Ihr gemeinsames Kind soll dort nicht nur von einer Leihmutter zur Welt gebracht, sondern auch von ihr aufgezogen werden.

Die Hochhausspringerin

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„Die Hochhausspringerin“ von Julia von Lucadou

„Sehen Sie sich diese Augen genau an. Sie werden kein Makel entdecken, keine Rötung, keine Trübung der Iris oder ungleiche Pupillendiameter, stattdessen scharfer Fokus, Konzentration.“

Riva ist gläserner Star der Hochhausspringer. Millionen Fans bewundern sie und beneiden sie um ihr vermeintlich perfektes Leben. Rivas Alltag wird 24/7 in unzähligen Feeds, Streams und Foren verfolgt und kommentiert. Bis eines Tages das Undenkbare passiert – Riva verweigert sich. Sie bricht ihr Training ab und entzieht sich der Außenwelt, zieht sich in komplettes Schweigen und Nichtstun zurück.